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Juli 2019

Neue Firmenwagenregelung für E-Autos

Wer seinen Dienstwagen auch privat nutzt, muß den geldwerten Vorteil und die Nutzung versteuern. Seit Januar 2019 wird der zu versteuernde Betrag bei Nutzung eines Elektro-Dienstwagen verringert. Statt wie bisher 1% des Brutto-Listenpreises zu versteuern, sind das im Falle eines E-Autos nur noch 0,5%. Auch die Zuschläge für den Arbeitsweg werden halbiert. Anstelle der geltenden 0,03 Prozent werden bei E-Autos nur noch 0,015% pro Kilometer der einfachen Fahrstrecke fällig. Die Halbierung gilt auch für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Die Halbierung des geldwerten Vorteils ist auch bei der Fahrtenbuchmethode möglich. Hierbei werden die Anschaffungskosten für das Auto in Form der Abschreibung berücksichtigt. Die zu berücksichtigende Abschreibung wird dann entsprechend der Halbierung der Bemessungsgrundlage für die Anwendung der Listenpreisregelung ebenfalls um die Hälfte reduziert. Wenn Sie ein Fahrzeug leasen oder mieten, werden die Leasing- oder Mietkosten nur zur Hälfte berechnet. Das spricht für das E-Auto.

Begünstigt sind alle Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die extern aufladbar sind und die im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um Neu- oder Gebrauchtfahrzeuge handelt.

Aus Sicht der Firmen und der Fahrer muss das Fahrzeug jedoch genauso an die Bedürfnisse der Verbraucher angepasst sein, wie ein Wagen mit Verbrennungsmotor, ob fianzieller Vorteil oder nicht. Eine geringe Reichweite des Autos, lange Lieferzeiten und zu wenig Stromzapfsäuldn können beispielsweise gegen einen Elektro-Dienstwagen sprechen. Man sollte für sich beruflich oder privat folglich gut überlegen, ob ein herkömmliches oder ein E-Auto in Frage kommt.

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