Suche
Deutsch | English

Oktober 2020

Hard Brexit & Recruiting

Brexit schwebt seit längerem im politischen Raum und wurde in den letzten Monaten „erfolgreich“ durch Covid-19 in der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Aber was würde ein Hard Brexit für den Recruitingprozess und Sie als potenziellen Kandidaten bedeuten? 

Brexit schwebt seit längerem im politischen Raum und wurde in den letzten Monaten „erfolgreich“ durch Covid-19 in der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Aber was würde ein Hard Brexit für den Recruitingprozess und Sie als potenziellen Kandidaten bedeuten?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO oder auf Englisch GDPR) wäre im Vereinigten Königreich nicht mehr anerkannt. Die Umsetzung in britisches Recht im Sinne der GDPR wäre aber dort weiterhin gültig und die entspricht doch eigentlich der Vorlage aus Europa? Ganz so einfach ist es dann leider doch nicht:

  • Es gibt keine Aufsicht mehr durch die EU
  • Der Schutzstatus der EU-Bürger würde gegenüber dem britischen Bürger abfallen
  • Gesetzliche Regelungen können in Großbritannien in der Übergangszeit von Ministern ohne parlamentarische Abstimmung wie Verordnungen ad hoc geändert werden (Henry VIII. Rechte)

Doch was heißt das in der Praxis:

  • Habe ich Anspruch auf Datenlöschung durch eine Personalberatung oder Firma aus UK der ich meine Unterlagen geschickt habe? - NEIN
  • Meine Datenschutzrechte (EU) wurden von einer Firma aus UK verletzt, die diese Daten noch aus 2019 hatte und ich will klagen? - NEIN
  • Ich habe personenbezogene Daten an ein Unternehmen, Personaldienstleister, Personalberatung etc. in UK gesendet. Diese müssen sich doch an die Datenschutzregeln halten? - NEIN
  • Ich habe Recht auf die wahrheitsgemäße Auskunft bezüglich der Haltung und Verarbeitung meiner Daten - NEIN
  • Europäische Unternehmen und Niederlassungen von internationalen Konzernen, die meine vertraulichen Daten mit Personen / Organisationen in UK teilen und damit gegen die DSGVO verstoßen, kann ich belangen? - JA

Unternehmen, die Ihre Daten an Organisationen oder Personen im Vereinigten Königreich weiterleiten wollen oder diese dort speichern oder verarbeiten lassen, müssen:

  • Sie vor Weiterleitung (nicht bei Erhebung) der Daten umfänglich über die Art der Daten, den Grund und auch den Umgang mit diesen Daten (welche Personen / Organisationen was machen) informieren und Sie aktiv über die dadurch entstehende Risiken (Identitätsdiebstahl, Verkauf der Daten, Veröffentlichung etc.) aufklären
  • Sie müssen diesem Vorgang dann noch explizit zustimmen
  • Dies darf nur ausnahmsweise geschehen und automatisierte bzw. regelmäßige Prozesse in dieser Form sind nicht zulässig

Grundsätzlich sollten Sie vor dem Hintergrund der konkreten Gefahr eines ungeregelten Brexit in jedem Fall überprüfen wo Ihre Daten im Vereinigten Königreich aktuell vorliegen, diese auf das zwingend nötige Minimum reduzieren und sehr genau überlegen bevor Sie eventuell weitere Daten übertragen.

Oktober 2020

Dresscode im Online-Vorstellungsgespräch

Während Sie auch bei einem regulären Vorstellungsgespräch auf Ihren Kleidungsstil und ein allgemein gepflegtes Auftreten achten sollten, könnte bei Online-Vorstellungsgesprächen der Eindruck entstehen, es sei hier anders. Dem ist nicht so. Erkennt ihr Gegenüber, dass Sie sich lediglich halbwegs adäquat oder motiviert für ein Vorstellungsgespräch gekleidet haben und Sie z.B. ein Sweatshirt tragen, fällt dies i.d.R. genauso schwer ins Gewicht, wie bei einem persönlichen Gespräch. Somit gilt auch für den Online- Dresscode: Vorbereitung ist alles!

Während Sie auch bei einem regulären Vorstellungsgespräch auf Ihren Kleidungsstil und ein allgemein gepflegtes Auftreten achten sollten, könnte bei Online-Vorstellungsgesprächen der Eindruck entstehen, es sei hier anders. Dem ist nicht so. Erkennt ihr Gegenüber, dass Sie sich lediglich halbwegs adäquat oder motiviert für ein Vorstellungsgespräch gekleidet haben und Sie z.B. ein Sweatshirt tragen, fällt dies i.d.R. genauso schwer ins Gewicht, wie bei einem persönlichen Gespräch. Somit gilt auch für den Online-Dresscode: Vorbereitung ist alles! Kleiden Sie sich daher so, als würden Sie nicht in Ihren eigenen vier Wänden und vor Ihrem persönlichen Rechner sitzen. Zeigen Sie Ihrem Gesprächspartner Wertschätzung. Zeigen Sie, dass Sie sich Gedanken gemacht haben und Ihnen dieses Gespräch wichtig ist. Achten Sie darauf sich durchgängig gut zu kleiden und nicht den Oberkörper in „Schale zu schmeißen“ und salopp gesprochen, den unteren Bereich im Jogginghosen-Outfit zu belassen. Im Zweifelsfall muss man während des Gespräches noch etwas holen und dann würde eine solche Hybridvariante schonungslos entlarvt werden. Natürlich ist gleichermaßen die Balance zu wahren und nicht zu übertreiben: Der schwarze Anzug bleibt eher für sehr spezielle Anlässe geeignet als für solche Gespräche.

Personaler möchten zwar eine authentische Persönlichkeit kennenlernen – Ihre Kleidung sollte dennoch der individuellen Position angepasst sein, auch wenn man vielleicht lieber im T- Shirt bleiben möchte. Die Chancen auf eine Einstellung werden dadurch nicht bei jedem Arbeitgeber erhöht. Dennoch gibt es auch dafür Gegenbeispiele: Als Softwareentwickler ist es absolut legitim mit einem Poloshirt und einer Chino- Hose in das Vorstellungsgespräch zu gehen. Ein Vertriebs- oder Marketingmitarbeiter sollte eher in Richtung Business Casual gehen, wenn nicht sogar auf einen gänzlich konservativen Kleidungsstil in Form von Anzug und Krawatte bzw. Kostüm setzen.

Damit Ihre Person im Vordergrund steht, ist es immer sinnvoll, mögliche Stolpersteine im Vorfeld zu vermeiden. Dabei ist das Outfit etwas, das sich leicht planen und gut darstellen lässt. So bleibt die Kleidung zumindest auch das, was sie sein sollte: Ein Nebenaspekt, der nicht zum unvorhergesehenen Killerkriterium wird.

Viel Erfolg für Ihre Online-Gespräche!

Oktober 2020

Achtung bei wichtigen Personalentscheidungen nach dem Wirecard-Skandal! Die Bedeutung von HR-Fehlern steigt.

Nach dem Wirecard-Skandal ist uns allen klar geworden, dass auch in Deutschland mit dem Versagen wichtiger Institutionen zu rechnen ist. Alleine, dass die BaFin– Mitarbeiter fleißig mitspekuliert haben, lässt sich milde gesagt als „überraschend ungehemmt“ bewerten.Wir möchten daher nochmals allen Personalern raten, die Kandidatenauswahl auf solide Füße zu stellen. Keiner kann nachher eine hohe Objektivität und Seriosität bei der Einschätzung und Auswahl eines Kandidaten gegenüber Betriebsräten, Gewerkschaften und Stakeholdern oder Gerichten garantieren, oder vielleicht doch?

Nach dem Wirecards Skandal ist uns allen klar geworden, dass auch in Deutschland mit dem Versagen wichtiger Institutionen zu rechnen ist. Alleine, dass die BaFin– Mitarbeiter fleißig mitspekuliert haben, lässt sich milde gesagt als „überraschend ungehemmt“ bewerten.

Wir möchten daher nochmals allen Personalern raten, die Kandidatenauswahl auf solide Füße zu stellen. Keiner kann nachher eine hohe Objektivität und Seriosität bei der Einschätzung und Auswahl eines Kandidaten gegenüber Betriebsräten, Gewerkschaften und Stakeholdern oder Gerichten garantieren, oder vielleicht doch? Was wäre, wenn Wirecard nun in der Lage wäre den vielen geprellten Aktionären aufzuzeigen, dass man nach bestem Gewissen gehandelt und man die eingestellten, verantwortlichen Personen nach höchsten Maßstäben qualifiziert hat? Natürlich kann man das nicht und selbstredend sind Zweifel in diesem Zusammenhang schon bei den Einstellenden selbst angebracht.

Abhilfe hätte man schaffen können, wenn man beim Recruiting auf allen Ebenen mit maximaler „Compliance“ vorgegangen wäre. Das ist nicht ganz zufällig auch das HiTec- Prinzip und darauf darf auch bei unseren Wettbewerbern geachtet werden.

Wir sind in den besonders heiklen Unternehmensbereichen, wie Forschung und Entwicklung, Regulatory, Qualitätssicherung/-management, Revision, IT- Revision der richtige Partner. Unabhängig, ob nun um die Eignungsdiagnostik nach DIN, DSGVO- und/oder AGG- gerechte Prozessgestaltung geht, versprechen wir prüfenden Institutionen und Stakeholdern standzuhalten. Unsere Projekte werden alle durch diese Instanzen geleitet.

Achten Sie, liebe Kunden und Kandidaten, auf diese Faktoren, denn gerade in kritischen Unternehmensbereichen, kann nachher sondiert werden, wie eine Person ins Unternehmen kam und wer dafür verantwortlich ist. Dann ist der Rückzug auf objektive und nachweisbare Einstellungskriterien sehr hilfreich und schafft Sicherheit und Nachvollziehbarkeit. Vergleichen Sie ruhig einmal Beratungen, die aus UK und bzw. USA kommen und in Deutschland aktiv sind. Wie wichtig ist diese Nachhaltigkeit bei Prozessen zur Eignungsdiagnostik (Auswahl, Kontrolle, Bestätigung von Unterlagen) und Datenschutz den dort handelnden Personen, wenn z.B. Daten in deren Datenbanken global vorgehalten werden? Diese Aspekte sind zunehmend wichtig, wenn die Kontrolle durch externe Ämter und Wirtschaftsprüfer zunimmt und gleichzeitig das Risiko von fehlerhaften Einstellungsentscheidungen im Management niedrig sein soll und somit im Zweifelsfall der „Bannstrahl“ am Personaler vorbeigeht.

Oktober 2020

Leitfaden zum Online-Vorstellungsgespräch

Die Corona Pandemie hat Unternehmen, Personalberater und Bewerber in die Online-Vorstellungsgespräche gezwungen – ein Trend, der sicher auch nach Abklingen der Pandemie als Erstgespräch Bestand haben wird. Was gibt es hier – insbesondere für den Bewerber / Kandidat zu beachten? 
Wir bieten Ihnen einen kleinen Leitfaden für ein erfolgreiches, virtuelles Bewerbungsgespräch.

Die Corona Pandemie hat Unternehmen, Personalberater und Bewerber in die Online-Bewerbungsgespräche gezwungen – ein Trend der sicher auch nach Abklingen der Pandemie als Erstgespräch Bestand haben wird.

Was gibt es hier – insbesondere für den Bewerber / Kandidat zu beachten? Wir bieten Ihnen einen kleinen Leitfaden für ein erfolgreiches, virtuelles Bewerbungsgespräch.

1. Technische Voraussetzungen – Hardware & Software

Sie benötigen einen Laptop oder PC mit Kamera und Mikrofon, deren Wiedergabequalität Sie unbedingt vorher testen sollten. Ein häufiger Fehler liegt in der Einstellung des Mikrofons (Lautstärke an/aus) oder Rückkopplungseffekten. Dazu sind eine stabile WLAN-Verbindung bzw. Internetverbindung nötig. Klären Sie mit Ihrem Gesprächspartner mit welcher Software (z. B. Skype, Teams, Zoom, WebEx) das Gespräch stattfinden soll und legen Sie sich dann einen privaten Account an.

Wir raten dringend davon ab, z. B. einen geschäftlichen Microsoft Teams Account für diese Interviews zu nutzen. Eventuell hat Ihr aktueller Arbeitgeber Zugriff auf Ihren Account, es können Gesprächstermine z.B. im Outlook Kalender erscheinen.  Dazu zeigen Sie sich Ihrem Gesprächspartner gegenüber als diskret und professionell.

Machen Sie sich mit den Features und Tools der ausgewählten Software vertraut: Bildschirm teilen, Dokumente einblenden etc.

2.Vorbereitung

Bereiten Sie das Gespräch gut vor! Zum einen sollte der Rahmen für das Gespräch stimmen und professionell wirken. Wir empfehlen einen ruhigen Ort und einen neutralen Hintergrund oder Sie nutzen die Möglichkeit einen virtuellen Hintergrund einzublenden. Der Raum sollte gut ausgeleuchtet sein, vermeiden Sie Schatten im Gesicht. Die Kamera sollte Ihr Freund und nicht Ihr Feind sein! Testen Sie die Kameraeinstellung und wie Sie auf dem Bildschirm wirken. Die Einstellung sollte nicht nur Ihr Gesicht in Großaufnahme zeigen, sondern möglichst den gesamten Oberkörper. Ihr Outfit sollte dem Anlass entsprechend professionell sein, nicht zu locker – auch wenn es sich hier nicht um ein persönliches Gespräch handelt. Lassen Sie sich nicht durch die Bequemlichkeit des Homeoffice zu einer übersteigerten Relaxed- Haltung verleiten. Planen Sie genügend Zeit für das Gespräch ein.

Bereiten Sie sich auf Ihren Gesprächspartner und das Unternehmen vor. Notieren Sie sich im Vorfeld Fragen, die Sie gerne stellen möchten und machen Sie sich im Verlauf des Gesprächs sichtbar Notizen. Dies zeigt Ihrem Gegenüber Ihr Interesse am Unternehmen und der Aufgabe. Unsicherheiten lassen sich in einem Video-Gespräch nicht so leicht mit Mimik und Körpersprache abfangen. Ihr Bewerbungsmotiv muss deshalb unbedingt sauber und sicher begründet sein.

Achten Sie darauf: In einem Video Gespräch kommt es sehr auf Ihre Sprech-, Schreib-, Lese- und Hörkompetenz an – viel mehr als in einem persönlichen Gespräch.  Sie müssen deutlich sprechen, gegebenenfalls auch lauter und langsamer als sonst.  Sind am Gespräch mehrere Gesprächspartner beteiligt, entstehen oft Unsicherheiten darüber, wer wann spricht. Hier können kleine Handzeichen helfen.  Selbstverständlich sollte Ihr Handy nicht während des Gesprächs klingeln oder andere Nebengeräusche das Gespräch stören.

Testen Sie ruhig einzelne Komponenten vor dem Gespräch, damit Sie sich während dem Gespräch auf das Wesentliche konzentrieren können und keine Überraschungen erleben.

Dezember 2019

WeChat und chinesischer Markt

Wenn Sie sich näher mit China auseinandersetzen, kommen Sie nicht um die Handy-App WeChat (Apple / Android) herum. Wir versuchen im Folgenden daher darzustellen, was WeChat für eine App ist und wie es beruflich nützlich sein kann.

Wenn Sie sich näher mit China auseinandersetzen, kommen Sie nicht um die Handy-App WeChat (Apple / Android) herum. Wir versuchen im Folgenden daher darzustellen, was WeChat für eine App ist und wie es beruflich nützlich sein kann.

WeChat ist eine Produkt vom chinesischen Tech Konzern Tencent, eines der unbekannten, aber wertvollsten Unternehmen der Welt. Im ersten Quartal 2018 erwirtschaftete Tencent 11,7 Milliarden US-Dollar Umsatz (zum Vergleich Facebook: 12,4 Millarden US-Dollar).

Mit über 1 Milliarde aktiven Nutzern pro Quartal (bspw. 1,11 Milliarden im ersten Quartal 2019) ist WeChat eine in China beliebte Mehrzweckplattform. Hierfür sind zwei Gründe ausschlaggebend. Einerseits sind WhatsApp, Facebook & Co. in China gesperrt, andererseits bietet WeChat diverse praktische Funktionen an. Es handelt sich nicht nur um ein Chat-Tool wie WhatsApp, sondern ist auch ein soziales und berufliches Netzwerk, Shopping & Bezahlfunktion. Zudem ist es auch eine etablierte Customer Service Plattform.

60% der Nutzer öffnen die App mehr als 10 Mal pro Tag, es bietet den Unternehmen große Chancen, wenn man etwas in China verkaufen und Umsatz erreichen will. Wer nicht in WeChat präsent ist, existiert nicht! Es ist noch vor der Homepage die digitale Visitenkarte.

Zunächst benötigt man einen WeChat Official Account. Dann kann man alle Arten von Inhalten auf WeChat teilen – wie bspw. Text, Video und Audio. Der Inhalt wird per Chat an alle Follower verbreitet und kann auch an deren Netzwerk verteilt werden, wenn diese den Inhalt in ihrer „Chronik“ weiterleiten. Von hoher Bedeutung für die geschäftliche Nutzung ist die Bezahlfunktion. Man kann direkt per Chat bezahlen oder Geld überweisen, wenn man das Bankkonto bzw. die Kreditkarte mit WeChat-Pay verknüpft. Es ist für Dienstleister oder Unternehmen praktisch, weil die Rechnung unmittelbar bezahlt wird ohne lange in der üblichen Bearbeitungsphase zu warten. Außerdem bietet WeChat auch eine digitalisierte Version für Customer Service an. Der Anwender kann im Chat Fenster Stichworte eingeben und sich informieren lassen, oder sich eine persönliche Sprechstunde einrichten. Man kann sich sogar über WeChat im Krankenhaus anmelden und einen festen Termin bekommen.

Ist man in China aktiv oder überlegt den Markteintritt, sollte man daher frühzeitig eine DSGVO-verträgliche (Datenschutz-Grundverordnung) und von der IT-Seite her sichere Lösung für WeChat in Erwägung ziehen.

Für weitere Fragen zu WeChat und/oder den chinesischen Markt steht Ihnen HiTec Consult sehr gerne zur Verfügung.

Dezember 2019

Ein telefonisches Vorab-Interview ist nicht zu unterschätzen

Bewerber werden häufig vor einer Einladung zum Vorstellungsgespräch in einem Telefonat vorab qualifiziert. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, gewisse Rahmendaten abzugleichen.

Bewerber werden häufig vor einer Einladung zum Vorstellungsgespräch in einem Telefonat vorab qualifiziert. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, gewisse Rahmendaten abzugleichen.

Zum einen kann diese Frage nach der Motivation für den beruflichen Veränderungswunsch sowie Fragen zum Lebenslauf, gegebenenfalls zu regionaler Mobilität und zum gehaltsrahmen beinhalten. In diesem Zusammenhang gelingt es dem Unternehmen einen ersten Eindruck vom Bewerber zu erhalten. Kann er die Fragen schlüssig beantworten und „wie kommt er am Telefon rüber“? Dabei ist es wichtig für den Bewerber, auf solch einen Anruf vorbereitet zu sein. Sollte sich der Bewerber zum Zeitpunkt des Anrufs in einer unpassenden Situation befinden, beispielsweise auf Dienstreise, am Flughafen etc., sollte er dies dem Unternehmen signalisieren und einen Rückruf anbieten.

Ein Vorab-Telefonat mit dem einstellenden Unternehmen ist nicht zu unterschätzen. Hiervon kann es abhängen, ob es überhaupt zu einer Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch kommen wird.

Dezember 2019

Vom Umgang mit der "Kandidatenansprache"

Umfragen wie die jährlich durchgeführte „Social Recruiting und Active Sourcing“-Studie der Universitäten Erlangen-Nürnberg sowie Bamberg zeigen einen deutlichen Trend, wie mittelständische und große Unternehmen zunehmend über Karrierenetzwerke bzw. soziale Netzwerke eine aktive Kontaktaufnahme zu Kandidaten suchen.

Umfragen wie die jährlich durchgeführte „Social Recruiting und Active Sourcing“-Studie der Universitäten Erlangen-Nürnberg sowie Bamberg zeigen einen deutlichen Trend, wie mittelständische und große Unternehmen zunehmend über Karrierenetzwerke bzw. soziale Netzwerke eine aktive Kontaktaufnahme zu Kandidaten suchen. Laut der durchaus lesenswerten aktuellen Studie von 2019 zeigt sich aber der Trend, dass Kandidaten diesen Kanal zunehmend skeptischer sehen. Dies hängt mit den Spams von zu vielen und/oder nicht passenden bzw. unpersönlichen Anfragen zusammen sowie dem Wunsch nach unmittelbarer Kommunikation. Vier von fünf Kandidaten reagieren gar nicht oder negativ bei einem entsprechenden Kontaktaufnahmeversuch. Zudem schafft das Personal im Schnitt eine Ansprache pro Tag/ pro abgestellte Person, wobei dies in bestimmten Bereichen (wie IT) auch auf 2-3 Kontaktaufnahmen pro Tag ansteigen kann. In der Folge steigen - bspw. in der IT - dann aber auch wieder die negativen Reaktionen. Der Wunsch nach Kontrolle und individuellerer Ansprache über APPs oder andere Medien steigt zunehmend.

In der Summe konnten wir diesen Trend auch im Markt schon länger feststellen und haben hier vor Jahren, wie z. B. mit unserer „HiTec Job-App“ (Apple / Android) reagiert. Erfreulicherweise führt diese Entwicklung aber auch zu einer stärker arbeitsteiligen Kundenbeziehung. Die weniger komplexen, nicht so anspruchsvollen und kaum strategischen Funktionen, welche die Unternehmen selbst besetzen können, werden von diesen über XING & LinkedIn vom Inhouse-Recruiting zunehmend selbst adressiert. Trotz Problemen mit dem §4 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in dieser Form der Kontaktaufnahme setzt sich dieser Trend fort. Gleichzeitig stellen wir aber auch eine erhöhte Wertschätzung für die klassische Direktansprache via Telefon durch die Personalberatung fest, wenn XING & LinkedIn eben nicht weiterhelfen können. Man greift zur telefonischen Ansprache, weil die Antwortraten via sozialer Netzwerke in den spezifischen Fällen noch kleiner sind als 20%, die Positionen streng vertraulich sind (bspw. bei Führungspositionen), die Unternehmen spezifische Vor- und Nachteile kommunizieren müssen oder schlicht der Bewerbermarkt so eng ist, dass man den Erfolg maximieren muss bei den hochqualifizierten Spezialisten. Der Hintergrund hierfür ist, dass E-Mail und Telefonansprache auf vergleichbare Ablehnungsraten von 15% stoßen, aber in der telefonischen Direktansprache immer ein Feedback generiert wird und eine Ansprache immer individuell adaptiert werden kann, wenn der Berater über eine entsprechende marktspezifische Expertise verfügt. Nehmen Sie es daher bei der nächsten Direktansprache als Kompliment, die Position ist nicht für „Jedermann“.

Dezember 2019

Weihnachten und Compliance - darf man an die Geschäftspartner eine Flasche Wein verschenken?

Weihnachten stellt sich immer mal wieder die Frage: Darf ich meinen Kunden eine Flasche Wein schenken oder nicht? In den 90er Jahren hat man sich weitestgehend gar nicht mit dieser Fragestellung beschäftigt, Geschenkkörbe wurden im großen Stil versendet und ganz plötzlich nach der Jahrtausendwende tauchte es auf, das Unwort, das für viele noch keine Bedeutung hatte: Compliance (Regeltreue).

Weihnachten stellt sich immer mal wieder die Frage: Darf ich meinen Kunden eine Flasche Wein schenken oder nicht? In den 90er Jahren hat man sich weitestgehend gar nicht mit dieser Fragestellung beschäftigt, Geschenkkörbe wurden im großen Stil versendet und ganz plötzlich nach der Jahrtausendwende tauchte es auf, das Unwort, das für viele noch keine Bedeutung hatte: Compliance (Regeltreue). Wir wollen an dieser Stelle nicht auf die vielen Skandale eingehen, die es bei großen Unternehmen, wie Siemens und der Deutschen Bahn gegeben hat. Ganze Bücher zum Thema Compliance Richtlinien wurden für die Konzerne zum internen Gebrauch verfasst. Letztlich ist der Übergang von der Annahme einer Aufmerksamkeit zu Bestechung und Korruption relativ fließend. Das deutsche Recht bietet steuerrechtlich eine klare Abgrenzung, was man annehmen darf, andere Aspekte werden überwiegend durch die Unternehmen in Eigenregie reguliert.

 

Unsere Empfehlung ist es, eine klassische Weihnachtskarte zu veranlassen. Das mutet fast schon etwas antik an, ist es aber bei weitem nicht. Natürlich freut sich ein Kunde auch über eine Weihnachts-E-Mail. Eine WhatsApp setzt vielleicht schon eher den Kontakt über das übliche Geschäft hinaus voraus, d.h., dass man sich auch in privaten Dingen häufiger austauscht – das ist aber sicherlich auch eine denkbar akzeptable und angenehme Lösung. Eine SMS ist, bei einem sehr sachlichen Geschäftskontakt, in jedem Fall unverfänglicher, vorausgesetzt man kann und darf die Person per Mobiltelefon kontaktieren.

 

Die Frage nach einer Flasche Wein ist nicht mit einem klaren „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Sollte Ihnen ihr Stammitaliener, wo Sie regelmäßig Essen gehen, eine Flasche Wein zu Weihnachten schenken, können Sie die getrost annehmen. Sie verpflichten sich zu nichts. In der traditionellen Geschäftsbeziehung von Unternehmen ist es immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit und vor allem der im Unternehmen bestehenden Compliance-Richtlinien. Diese sollten beherzigt werden, da sonst unter extremeren Umständen sogar abgemahnt werden kann. Jedoch ist aus unserer Sicht bei kleineren Zuwendungen, die eher den Charakter einer Aufmerksamkeit haben, wie Blumen oder eine „im üblichen Preissegment gekaufte“ Flasche Wein als unkritisch anzusehen. Kontrovers sei hier noch angemerkt, dass der Alkoholkonsum in Deutschland nach wie vor beträchtlich ist und man vielleicht tendenziell auf andere Kleinigkeiten ausweichen sollte, die auch in diesem Punkt unverfänglich sind. Am Ende ist und bleibt die analoge Weihnachtskarte eine tolle Option, an seine Geschäftspartner zu denken.

Juli 2019

Monetäre Anreize und Hierarchiesprünge durch Jobwechsel versus Lebenslaufstabilität

Haben wir das Thema der Lebenslaufkonsistenz schon öfters behandelt, bleibt es ein zentraler Punkt in der Berufs- und Karriereplanung. Eigentlich ist dies sogar ein Aspekt der Lebensplanung. Ein bedeutender Faktor in unserer täglichen Arbeit ist es allemal.

Haben wir das Thema der Lebenslaufkonsistenz schon öfters behandelt, bleibt es ein zentraler Punkt in der Berufs- und Karriereplanung. Eigentlich ist dies sogar ein Aspekt der Lebensplanung. Ein bedeutender Faktor in unserer täglichen Arbeit ist es allemal.

Wir von HiTec sagen im Rahmen unserer eignungsdiagnostischen Einschätzung von Bewerbern/ Kandidaten, dass die Stationen in einem Lebenslauf von eher langfristigem Charakter sein sollten und ca. 3-4 Jahren Minimum- Dauer je Arbeitgeber betragen sollten. Der Lebenslauf bleibt somit nicht nur übersichtlich, sondern sicherlich wird dem eigenen Gemüt auch eher Rechnung getragen, wenn die Stressmomente häufiger Jobwechsel vermieden werden. Eine entsprechende Treue gegenüber dem Arbeitgeber lohnt sich also auch emotional. Jobwechsel sind von ihrer Belastbarkeit her durchaus mit einem Hausbau, einer Scheidung und der Pflege eines Angehörigen vergleichbar. Zwei von diesen Projekten zur gleichen Zeit, gelten als eins zu viel!

Jedoch begegnen uns immer wieder Kandidaten, die das schnelle Geld suchen oder einen raschen Aufstieg anstreben, nach dem Motto, Studium, zwei Jahre Tätigkeit als Sachbearbeiter, erste Personalverantwortung, umfangreiche Managerrolle. Jeder Schritt verknüpft mit einem dicken Zuwachs beim Gehalt, das versteht sich von selbst. Das ist hier natürlich in sehr vereinfachter Form formuliert beschrieben, aber trifft es doch den Kern mancher Karriereplanung. Die, die sich so in wenigen Jahren an die Spitze von Unternehmen gearbeitet haben, werden sagen: „Alles richtig gemacht“. Die, die rechtzeitig erkannt haben, wo die Grenze der eigenen Belastbarkeit und Fähigkeiten liegt, können sich ebenfalls entspannt zurücklehnen. Was aber mit denen, die auf dem Weg dahin merken, dass sie die falschen Entscheidungen getroffen und sich vereinfacht gesagt „verzockt“ haben. Was nutzen einige wenige Jahre mit einem hohen Gehalt im Vergleich zu vielen Jahren und konstantem mittleren Einkommen. Was nutzt die Managerrolle, wenn ich sie nicht ausfüllen konnte?

Wir machen an der Stelle noch mal darauf aufmerksam, dass jeder Stellenwechsel gut abgewogen sein sollte. Bekomme ich mehr Geld und mehr (Personal)- Verantwortung, wird das Unternehmen eine entsprechende Gegenleistung erwarten. Kandidaten mit einer kurzen Station im Lebenslauf im Management werden in jedem folgenden Bewerbungsgespräch gefragt, was dort passiert ist und warum es zu der schnellen Trennung kam. Das Gleiche gilt für den internen Wechsel und anschließenden Schritt zurück in die alte Aufgabe. In allen folgenden Bewerbungsmomenten wird dieser Schritt einer Erklärung bedürfen. So bitter das ist.

Bleibe ich oder gehe ich? Ein Jobwechsel will gut abgewogen sein. Hier einige Gedanken, die man sich zuvor immer machen könnte oder machen sollte.

Geld

Welche finanzielle Perspektive habe ich im eigenen Unternehmen? Kann ich das klären, sollte ich es auch. Was sind meine Bedürfnisse, welche Wünsche möchte ich mir erfüllen? Ist der Wechsel finanziell notwendig?

Umzug

Ein höheres Gehalt kann durch eine höhere Miete oder einen Hauskauf plus Nebenkosten locker aufgefressen werden.

Familie

Kann meine Frau ihre Arbeit auch weiterhin ausüben. Verbeamtete Ehepartner müssen hier z.B. langfristiger planen. Müssen meine Kinder umgeschult werden. Ist das vor den gewählten Schwerpunktfächern/ Sprachen derzeit möglich. Sind Kindergartenplätze am neuen Standort verfügbar?

Zufriedenheit

Was hat mich wirklich zu dem Wechselgedanken motiviert? Kann ich Faktoren, die mich bei meinem aktuellen Arbeitgeber stören, beheben? Habe ich alle Vor- und Nachteile berücksichtigt? Ist der Schritt wirklich ein Schritt nach vorne?

Karriere

Welche Perspektiven habe ich dort, wo ich bin? Komme ich hier weiter? Im Zweifel das Gespräch suchen. Keine voreiligen Schlüsse ziehen!

Historie

Schaffe ich die neue Aufgabe? Wie lange war der Vorgänger im Amt? Kann ich mich mit ihm in Verbindung setzen? Habe ich alle Fragen geklärt? Erst dann kündigen, wenn man sich absolut sicher ist, den richtigen Schritt zu tun.

Leistungsvermögen

Letztlich: Bin ich der Richtige für diese Position? Kann ich die Erwartungen zu 100% erfüllen?

Juli 2019

Berufsbezogene Eignungsdiagnostik nach DIN33430 – Harte Fakten

Neben Vorteilen wie Standardisierung, Kostenreduktion, Prozesssicherheit, rechtlichen Vorteilen sowie einer Bedeutung im Marketing sind die Vorteile einer Zertifizierung erst einmal theoretischer Natur.

Neben Vorteilen wie Standardisierung, Kostenreduktion, Prozesssicherheit, rechtlichen Vorteilen sowie einer Bedeutung im Marketing sind die Vorteile einer Zertifizierung erst einmal theoretischer Natur.

Im Zuge der Überprüfung unserer Eignungsbeurteilungsprozesse durch die benannte Stelle zum Jahreswechsel haben wir im Rahmen unserer Qualitätsprozesse eine Evaluation des mittelfristigen Erfolges durchgeführt. Das Ziel war die Beurteilungsparameter der Kandidaten anhand harter Daten zu evaluieren. Aus Gründen der Vergleichbarkeit, aber auch weil der unmittelbare monetäre Mehrwert hier besser ersichtlich wird, möchten wir die Ergebnisse am Beispiel von vergleichbaren Vertriebspositionen illustrieren.

Eingang in die Evaluation fanden alle geschlossenen Vertriebspositionen ohne spezielles Anforderungsprofil (wie bspw. OEM / B2B, KAM, Sales & Marketing Manager etc.), die seit der Zertifizierung der Prozesse über ein Jahr bei unseren Kunden aktiv sind.

Die erreichte Umsatzsteigerung lag im Mittel bei +11,46% im ersten Jahr. Nominal entsprach dies +176.365 €. Diese Werte wurden trotz teilweise umfangreicher Schulungen von bis zu drei Monaten sowie teilweise stagnierender Märkte erzielt.

Dies ist in Relation zu sehen, zu einem Umsatzwachstum in der Medizintechnik laut des Branchenverbands Spectaris von 2,5% in 2017 sowie 4-5% in 2018 bzw. dem langfristigen Trend von 5% p.a.

74,98% unserer Kandidaten wurden nach über einem Jahr in Relation zu dem bestehenden Vertriebsteam als gut oder sehr gut bewertet.

Die Ergebnisse haben aber nicht nur weitreichende Implikationen für unsere Kunden. Sie sichern auch die Kandidaten ab, da wir überdurchschnittlich erfolgreiche Mitarbeiter bei unseren Kunden platzieren können. Über einen möglichst realistischen Einblick in die Anforderungen und ein ehrliche Beurteilung der Kandidaten versuchen wir Sie und uns vor einer Fehlentscheidung zu bewahren. Die Daten legen nahe, dass dies aktuell überproportional häufig gelingt.

Haben Sie Fragen zur Eignungsdiagnostik oder DIN? Dann sprechen Sie uns unter ht@hitec-consult.de an.

Juli 2019

Neue Firmenwagenregelung für E-Autos

Wer seinen Dienstwagen auch privat nutzt, muß den geldwerten Vorteil und die Nutzung versteuern. Seit Januar 2019 wird der zu versteuernde Betrag bei Nutzung eines Elektro-Dienstwagen verringert. Statt wie bisher 1% des Brutto-Listenpreises zu versteuern, sind das im Falle eines E-Autos nur noch 0,5%.

Wer seinen Dienstwagen auch privat nutzt, muß den geldwerten Vorteil und die Nutzung versteuern. Seit Januar 2019 wird der zu versteuernde Betrag bei Nutzung eines Elektro-Dienstwagen verringert. Statt wie bisher 1% des Brutto-Listenpreises zu versteuern, sind das im Falle eines E-Autos nur noch 0,5%. Auch die Zuschläge für den Arbeitsweg werden halbiert. Anstelle der geltenden 0,03 Prozent werden bei E-Autos nur noch 0,015% pro Kilometer der einfachen Fahrstrecke fällig. Die Halbierung gilt auch für Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Die Halbierung des geldwerten Vorteils ist auch bei der Fahrtenbuchmethode möglich. Hierbei werden die Anschaffungskosten für das Auto in Form der Abschreibung berücksichtigt. Die zu berücksichtigende Abschreibung wird dann entsprechend der Halbierung der Bemessungsgrundlage für die Anwendung der Listenpreisregelung ebenfalls um die Hälfte reduziert. Wenn Sie ein Fahrzeug leasen oder mieten, werden die Leasing- oder Mietkosten nur zur Hälfte berechnet. Das spricht für das E-Auto.

Begünstigt sind alle Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die extern aufladbar sind und die im Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um Neu- oder Gebrauchtfahrzeuge handelt.

Aus Sicht der Firmen und der Fahrer muss das Fahrzeug jedoch genauso an die Bedürfnisse der Verbraucher angepasst sein, wie ein Wagen mit Verbrennungsmotor, ob fianzieller Vorteil oder nicht. Eine geringe Reichweite des Autos, lange Lieferzeiten und zu wenig Stromzapfsäuldn können beispielsweise gegen einen Elektro-Dienstwagen sprechen. Man sollte für sich beruflich oder privat folglich gut überlegen, ob ein herkömmliches oder ein E-Auto in Frage kommt.

Juli 2019

Künstliche Intelligenz in der Personalgewinnung - Werden Personaler bald überflüssig?

Künstliche Intelligenz gewinnt aktuell auch in zahlreichen Fachgebieten der Medizintechnik zunehmend an Bedeutung und ist in den Augen vieler Branchenkenner zweifellos die Technologie der Zukunft. Ebenso vor dem Recruiting macht die Digitalisierung keinen Halt. Während Unternehmen vermehrt auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Recruiting setzen (z.B Chatbots, nicht-humanoide Personalauswahlinstrumente), stehen Bewerber dieser Form von Auswahlprozess eher skeptisch gegenüber.

Künstliche Intelligenz gewinnt aktuell auch in zahlreichen Fachgebieten der Medizintechnik zunehmend an Bedeutung und ist in den Augen vieler Branchenkenner zweifellos die Technologie der Zukunft. Ebenso vor dem Recruiting macht die Digitalisierung keinen Halt. Während Unternehmen vermehrt auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Recruiting setzen (z.B Chatbots, nicht-humanoide Personalauswahlinstrumente), stehen Bewerber dieser Form von Auswahlprozess eher skeptisch gegenüber.

Die Vorteile des Recruitings unter Zuhilfenahme von „Robot-Recruiting Tools“ liegen auf der Hand. Sie ermöglichen eine enorme Zeitersparnis. Selbstlernende Programme durchforsten riesige Daten-Pools und entwickeln auf dieser Grundlage Auswahlvorschläge. So können versteckte Talente innerhalb kürzester Zeit auf unterschiedlichsten Plattformen des World Wide Web gefunden werden. Im Vergleich zum Menschen übersehen diese Computersysteme nichts und gehen, solange sie nicht mit diskriminierenden Kriterien gefüttert werden, ohne Diskriminierung vor. Dabei sind die Nachteile ebenso ersichtlich. Ein Computersystem (z.B. ein Chatbot) wird so schnell nicht das über Jahre antrainierte Gefühl für Personen erlernen können, über welches ein Personaler verfügt! Ein 100%iges Match aufgrund vorausgewählter Suchkriterien, kann beispielsweise übersehen, dass der Bewerber ein großes „Aggressionspotential“ mitbringen könnte. So können auch gute Bewerber, welche aufgrund eines Schreibfehlers oder einer ungewöhnlichen Formulierung, nach dem Scan aussortiert werden dem Personaler verborgen bleiben.

Von Bewerbern sehr geschätzt hingegen wird der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Suche von Stellenanzeigen. Akzeptabel ist es also für viele Suchende, wenn über ein erweitertes automatisiertes Matching alternative Jobs angeboten werden, wenn sie auf die angestrebte Stelle nicht optimal passen. Online-Tests, die über die Persönlichkeit von Kandidaten urteilen sollen, und bei „Nicht-Bestehen“ ein sofortiges Aussortieren des Kandidaten zur Konsequenz haben, werden auch aus unserer Erfahrung heraus von einer Vielzahl von Kandidaten (ob bestanden oder nicht bestanden) sehr kritisch betrachtet. Möchte sich ein Unternehmen also als besonders wertschätzend im Umgang mit seinen Mitarbeitern positionieren, sollte der Einsatz von einem Recruiting-Chatbot oder einem Online-Test, welcher dem Recruiter eine Vorentscheidung für die Auswahl gibt und Bewerbern eine Eignung kategorisch absprechen kann, sehr genau überdacht sein.

Zusammenfassend wird deutlich, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Recruiting mit sehr viel Fingerspitzengefühl eingesetzt werden sollte. Er stellt eine sinnvolle Ergänzung bei der Suche von geeigneten Kandidaten/Stellen und für die Beantwortung von Standardfragen, ersetzt jedoch nicht gänzlich die menschliche Intelligenz bei der Bewertung von Profilen und der charakterlichen Eignung!
Hier wird zudem der Wert von Personalberatern für Unternehmen und Bewerber erkennbar. Personalberater bringen Bewerber auch dort ins Gespräch, wo sie möglicherweise von einem Computersystem aussortiert wurden oder trotz fehlender Eigenschaften aus der Stellenbeschreibung geeignet sind.

Sie möchten von einem Menschen und nicht von einem Computer auf dem Weg in den neuen Job begleitet werden? Dann rufen Sie uns an: +49 (0)6032-92865-0 oder senden Sie eine E-Mail an robin.geipel@hitec-consult.de.

Juli 2019

Welchen Stellenwert hat Hygiene im Vertriebsaußendienst?

Immer wieder wird die Öffentlichkeit von schwerwiegenden Hygiene-Vorfällen in den deutschen Kliniken erschüttert. In diesem Zusammenhang wird nicht selten das Desinfektionsverhalten des Klinikpersonals, der Patienten oder der Besucher hinterfragt und seltener die der Vertriebsmitarbeiter von Medizintechnikunternehmen.

Immer wieder wird die Öffentlichkeit von schwerwiegenden Hygiene-Vorfällen in den deutschen Kliniken erschüttert. In diesem Zusammenhang wird nicht selten das Desinfektionsverhalten des Klinikpersonals, der Patienten oder der Besucher hinterfragt und seltener die der Vertriebsmitarbeiter von Medizintechnikunternehmen. Diese besuchen jedoch in der Regel mehrere Kliniken an einem Tag, bewegen sich zwischen den verschiedenen Fachbereichen und sind deshalb ebenfalls potenzielle Überträger von Keimen, sowohl zwischen den Abteilungen wie auch den Krankenhäusern.

Um die aktuelle Wahrnehmung zu dem Thema „Hygiene/ Desinfektion“ und deren Umsetzung im operativen Alltagsgeschäft zu ermitteln, wurden 50 Außendienstmitarbeiter von uns befragt. Das Gesamtergebnis war durchaus different. 23% der Befragten bewerteten den individuellen Stellenwert der Thematik als wichtig, 77% sogar als sehr wichtig! Hierbei desinfiziert sich praktisch jeder Vertriebsmitarbeiter die Hände nach dem Besuch des Fachbereichs. Es gibt allerdings größere Abweichungen im Desinfektionsverhalten, sobald der Vertriebsmitarbeiter lediglich bei der Einkaufsabteilung oder der Medizintechnik vorstellig war. Hier gaben 45% der Befragten an, sich im Anschluss die Hände eher selten bis nicht zu desinfizieren. Deutlich extremer fällt das Ergebnis aus, wenn beim Ein- bzw. Ausgang einer Klinik kein Desinfektionsspender vorhanden ist. In diesen Fällen gaben 90% an, nicht extra nach einem Spender zu suchen, oftmals auch dem terminlichen Druck geschuldet. Positiv ist hingegen die Tatsache, dass 78% für diesen Fall ein eigenes Desinfektionsmittel im Dienstwagen mitführen.

Die Frage, ob das eigene Unternehmen durch regelmäßige oder unregelmäßige Schulungen/ Workshops das Thema immer wieder in den Fokus rückt, beantworteten 68% der Vertriebsmitarbeiter mit „Nein“. Das Hygieneverhalten wird zwar in der Einarbeitungsphase angesprochen, in den anschließenden Jahren jedoch als selbstverständlich erachtet. Ein sehr erfreuliches Resultat zum Schluss: 99% der Befragten verfügen über eine Hepatitis-Impfung.

Dezember 2018

Was bewegt IT-Spezialisten zu einer beruflichen Veränderung? Über die Marktsituation im IT-Sektor

Informatiker und IT-Spezialisten sind gefragter denn je. Dieser Trend lässt sich nicht nur an Statistiken der Bundesagentur für Arbeit ablesen. Auch bei der Rekrutierung von IT-Spezialisten ist diese Entwicklung deutlich spürbar. Unternehmen aus jedem Wirtschaftszweig, werden im Zuge des digitalen Wandels zunehmend zum Umdenken bewegt. Was die Wirtschaft dringend benötigt sind IT-Experten jeglicher Couleur.

Informatiker und IT-Spezialisten sind gefragter denn je. Dieser Trend lässt sich nicht nur an Statistiken der Bundesagentur für Arbeit ablesen. Auch bei der Rekrutierung von IT-Spezialisten ist diese Entwicklung deutlich spürbar. Unternehmen aus jedem Wirtschaftszweig, werden im Zuge des digitalen Wandels zunehmend zum Umdenken bewegt. Was die Wirtschaft dringend benötigt sind IT-Experten jeglicher Couleur.

Eine fortschreitende Diversifizierung der Aufgabenfelder im IT-Sektor ist aufgrund der nicht aufzuhaltenden Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu erwarten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist dies auch ein weiterer Schub für den Bedarf an Arbeitnehmern mit entsprechender Expertise im Umgang mit IT-Themen und stetig wachsenden Datenmengen.
Es entsteht ein Arbeitnehmermarkt. Davon betroffen ist auch die Healthcare-Branche. So werden beispielsweise in der Schnittstellenprogrammierung zur Vernetzung verschiedener medizinischer Geräte zunehmend IT-Spezialisten benötigt. Softwareentwickler, IT-Sicherheitsexperten, Business-Analysten oder IT-Berater verfügen somit über ideale Voraussetzungen, um eine sehr spezifische und auf ihre persönlichen Wünsche ausgerichtete Stelle zu finden. Um diese Mitarbeiter zu halten oder auch, um neue Mitarbeiter zu gewinnen, sind daher Initiativen der Arbeitgeber für einen Wettbewerbsvorteil gefragt. Dies hat zur Folge, dass Arbeitgeber einen außerordentlich hohen Aufwand betreiben müssen, um die Bedürfnisse dieser auf dem Markt sehr gefragten Mitarbeiter zu befriedigen. Schnelle Schritte auf der Karriereleiter, ein attraktives Gehaltspaket, eine ansprechende Unternehmenskultur und „Wohlfühlprogramme“ wie Sportangebote oder Angebote zur Unterstützung einer gesunden Work-Life-Balance, sind bereits weit verbreitet um Mitarbeiter langfristig zu binden. Es wird nachvollziehbar, weshalb die Beweggründe für eine berufliche Veränderung bei IT-Spezialisten äußerst individuell ausfallen können.

Bereichsübergreifende Bedeutung erhalten Bedingungen wie die Arbeitszeit, die Entfernung zum Arbeitsplatz oder die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten. Vorgesetzte, die zumindest ein rudimentäres Verständnis für die Eigenheiten des Berufs, beispielsweise in der Softwareentwicklung mitbringen, tragen maßgeblich zu einer geschätzten Arbeitsatmosphäre bei, welche sich wiederum förderlich auf die Arbeitsqualität des Einzelnen auswirken kann. Anhand unserer Erfahrungen mit Kandidaten aus dem IT-Umfeld, konnten wir feststellen, dass beispielsweise die Möglichkeit, ein Projekt von der Idee bis zum Rollout zu begleiten, um somit das Gesicht für eigene Projekte zu werden, einen reizvollen Faktor für engagierte Softwareentwickler darstellen kann. Entscheidend für einen Wechsel sind daher oftmals eher Details in der Ausgestaltung der Aufgabenfelder sowie persönliche Beweggründe. Beispielsweise kann ein Young-Professional vom umfangreichen Weiterbildungsangebot eher überzeugt werden, als von einem hochwertigen Firmenwagen. Eine berufstätige Mutter legt hingegen mehr Wert auf familienfreundliche Arbeitszeiten. Ein erfahrener IT-Spezialist wiederum, lässt sich neben einem marktüblichen Gehaltspaket, auch von spannenden Daten und Projekten überzeugen. Über den wichtigen Faktor des Gehaltspakets hinaus, spielt also auch die Intention des Einzelnen in der Arbeitgeberwahl eine maßgebende Rolle.

Sind Sie IT-Spezialist und möchten sich verändern?
Dann rufen Sie uns an:
+49 (0)6032-92865-0 oder senden Sie eine E-Mail an robin.geipel@hitec-consult.de

Dezember 2018

Loyale Mitarbeiter sind erfolgreicher!

Erfolgreiche Mitarbeiter sind auf dem Markt begehrt – welches Unternehmen wünscht sich keine Mitarbeiter, die das Unternehmen voranbringen? Auch aus Sicht vieler Arbeitnehmer liegt ihr berufliches Ziel im Erfolg. Sie streben nach besseren Arbeitsbedingungen, mehr Verantwortung oder einer höheren Gehaltsstufe. Auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz wird durch beruflichen Erfolg positiv beeinflusst.[1] Bekanntermaßen profitieren Unternehmen von zufriedenen Mitarbeitern, da sie bessere Leistungen erbringen und mit geringerer Wahrscheinlichkeit das Unternehmen verlassen, als unzufriedene Mitarbeiter.[2]



[1] http://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2F0033-2909.131.6.803

[2] http://www.harvardbusinessmanager.de/blogs/manager-sind-trotz-erfolg-unzufrieden-mit-work-life-balance-a-957820.html

Erfolgreiche Mitarbeiter sind auf dem Markt begehrt – welches Unternehmen wünscht sich keine Mitarbeiter, die das Unternehmen voranbringen? Auch aus Sicht vieler Arbeitnehmer liegt ihr berufliches Ziel im Erfolg. Sie streben nach besseren Arbeitsbedingungen, mehr Verantwortung oder einer höheren Gehaltsstufe. Auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz wird durch beruflichen Erfolg positiv beeinflusst.[1] Bekanntermaßen profitieren Unternehmen von zufriedenen Mitarbeitern, da sie bessere Leistungen erbringen und mit geringerer Wahrscheinlichkeit das Unternehmen verlassen, als unzufriedene Mitarbeiter.[2]

Nun, woran erkennt man erfolgreiche Mitarbeiter? Gäbe es die „eine“ Antwort, wäre die Vielzahl eignungsdiagnostischer Auswahlverfahren wohl deutlich begrenzter und Personalabteilungen müssten keine externen Dienstleister einsetzen.

Eine der laut Wirtschaftswoche erfolgreichsten Beratungen (2017/ Beste Personalberater) im Gesundheitswesen ist die Firma HiTec, die nun eine statistische Erhebung dazu präsentiert hat. Dabei hat man über drei Jahre über 500 Lebensläufe und Interviews mit Kandidaten aus dem Vertrieb eignungsdiagnostisch analysiert und festgestellt: Erfolg ist keine Glückssache – Auf die Loyalität der Mitarbeiter kommt es an!

Herausgefunden hat man unter anderem, dass neben zahlreichen Vorhersage-Kriterien, wie Branchenkenntnisse, Ausbildung, Know-how, der Motivation und den finanziellen Rahmenbedingungen der statistisch betrachtet zutreffendste Parameter ein konsistenter Werdegang ist. Lutz- Martin Busch, Geschäftsführer von HiTec berichtet, worauf man achten sollte und was einen konsistenten Werdegang ausmacht: „In der Vergangenheit sollten mindestens drei, im Idealfall fünf Jahre oder mehr, in jeder beruflichen Station verbracht worden sein. Einzelne kürzere Aufenthalte sind akzeptabel, sofern diese zu Beginn der Karriere liegen und längere Stationen folgen. Längere Aufenthalte beweisen Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber und sind ein guter Indikator für den bisherigen und zukünftigen Erfolg des Kandidaten.“

Die Studienergebnisse stützen diese Beobachtung. So wiesen 97,6% der Kandidaten, die von HiTec-Kunden eingestellt wurden, einen konsistenten Werdegang auf. Von 441 Kandidaten mit konsistentem Lebenslauf wurden 41,5% zum Interview beim Kunden eingeladen, 9,3% wurden eingestellt.

Im Gegensatz dazu zeigten sich die 79 Kandidaten mit inkonsistentem Werdegang, geprägt von Jobhoppings und kurzen Verweildauern an den einzelnen Arbeitsstationen, deutlich erfolgloser. Sie scheiterten bereits wesentlich früher im Auswahlprozess. So erhielten nur 12,7% eine Einladung zum Interview, eingestellt wurden lediglich 1,3%. Dies ist damit zu erklären, dass Erfolg möglicherweise Zeit braucht und z.B. im ersten Jahr die Eingewöhnung im Vordergrund steht. Mit zunehmender Zeit und Erfahrung, zeigt sich, wie erfolgreich der Mitarbeiter auf seinem Arbeitsgebiet ist.

____________________________________________________________________

Unser Tipp: Als Bewerber machen sich langjährige Stationen in Ihrem Lebenslauf in den Augen zukünftiger Arbeitgeber attraktiver und erhöhen die Chancen auf einen erfolgreichen Bewerbungsprozess. Achten Sie bei der Wahl Ihres Arbeitgebers deshalb darauf, dass Sie ausgiebig informiert sind und keine Fehlentscheidung treffen. Zusätzlich sollten Sie Ihr Bauchgefühl beachten und Entscheidungen bewusst treffen. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen, beruflichen Station.

HiTec Consult ist eine seit 2003 marktführende Personalberatung in der Medizintechnik. Das Unternehmen berät über 100 Firmen im Executive Search von Fach- und Führungskräften aus Health Care, Consumer Electronics, IT und der Finanzbranche. Die Verfahren und Mitarbeiter sind jüngst rezertifiziert nach DIN 33430 und erfüllen somit alle „Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen“ bezüglich geltender Qualitäts- und Aktualitätsstandards. HiTec ist Deutschlands einzige Beratung mit einer solchen Gesamtzertifizierung.


[1] http://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2F0033-2909.131.6.803

[2] http://www.harvardbusinessmanager.de/blogs/manager-sind-trotz-erfolg-unzufrieden-mit-work-life-balance-a-957820.html