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Ausgaben für Ärzte und Hilfsmittel gestiegen

(MTD/2.9.2020) Das Bundesgesundheitsministerium legte die Bilanz der gesetzlichen Krankenkassen für das erste Halbjahr 2020 vor. Aus einem Defizit wurde ein Überschuss.

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 hatten die 105 gesetzlichen Krankenkassen einen Einnahmenüberschuss in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro, während sie im ersten Quartal noch ein Defizit von 1,3 Mrd. Euro ausweisen mussten. Ende Juni standen jedoch Einnahmen von 129,9 Mrd. Euro (+4,2 %) Ausgaben in Höhe von 128,6 Mrd. (+2,3 %) gegenüber. Durch diesen Überschuss konnten die finanziellen Reserven der Krankenkassen auf rund 20,8 Mrd. Euro aufgefüllt werden.

Mit Ausnahme der Knappschaft Bahn See (KBS), die ein Defizit von rund 50 Mio. Euro aufwies, verzeichneten alle Krankenkassenarten Überschüsse: die Ersatzkassen 908 Mio. Euro, die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) 320 Mio. Euro, die Betriebskrankenkassen (BKK) 50 Mio. Euro, die Innungskrankenkassen (IKK) 46 Mio. Euro und die landwirtschaftliche Krankenversicherung (LKV) 21 Mio. Euro.

Der verminderte Ausgabenanstieg in der ersten Jahreshälfte ist hauptsächlich auf die geringere Inanspruchnahme von Leistungen im zweiten Quartal aufgrund der Pandemie zurückzuführen. So waren die Ausgaben in einer ganzen Reihe von Leistungsbereichen rückgängig: Krankenhausbehandlungen sanken um 2,5 Prozent auf rund 39,52 Mio. Euro, zahnärztliche Behandlungen inklusive Zahnersatz um 4,8 Prozent auf rund 7,2 Mio. und die Ausgaben bei den Heilmitteln verringerten sich um 1,9 Prozent auf 4,16 Mio. Euro. Ausnahmen stellen die vertragsärztlichen Vergütungen dar, hier stiegen die Aufwendungen um 3,85 Prozent auf rund 23,76 Mio. Euro, und der Bereich Hilfsmittel, diese legten um 2,89 Prozent auf rund 4,76 Mio. zu.

Der Anteil der Hilfsmittel an den Gesamtausgaben lag damit im ersten Halbjahr bei 4 Prozent. Der Anstieg der Hilfsmittelausgaben bei den einzelnen Kassen war wie folgt: AOK plus 3,1 Prozent, BKK plus 7,4 Prozent, IKK plus 1,2 Prozent, KBS plus 6,1 Prozent, EK plus 0,2 Prozent, LKV plus 9,5 Prozent.

Copyright MTD-Verlag 2020

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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